Das sind die „Neuen“ – Ausbildungskurs zur Hospizbegleitung ist abgeschlossen

Ursprünglich war die Übergabe der Zertifikate schon im März 2020 in feierlichem Rahmen im Eppelsheimer Scheunencafe vorgesehen. Aber dann kam Corona dazwischen und der Termin musste abgesagt und ein neuer immer wieder verschoben werden.
Im September aber war es soweit und wir haben in einer „Outdoor-Feier“ an der Spiesheimer Grillhütte bei spätsommerlichem Sonnenschein allen Kursteilnehmenden ihre Zertifikate zur Hospizbegleitung überreichen können. Musikalisch begleitet hat uns Peonie Brown, die ihre Veeh Harfe zum klingen brachte. Mit einem rheinhessischen Gemunkel, in Gläschen serviert, haben die Kursteilnehmenden und der Vereinsvorstand in einer improvisierten Feierstunde im Freien und im kleinen Kreis dann auch viel Freude gehabt.

Katharina Nuss, Ulli Koblischeck, Hiltrud Regner, Gerda Pusch

10 Frauen und zwei Männer haben über ein Jahr hinweg die in dem Ausbildungsplan vorgesehenen Module in mehreren Wochenendseminaren besucht, haben hospitiert, ein Praktikum absolviert und Fachvorträge gehört. Unter der kompetenten und einfühlsamen Leitung unseres bewährten Ausbildungsteams (Ulli Koblischeck, Gerda Pusch und Hiltrud Regner) haben sie sich mit umfangreichen Themen zur Hospizarbeit, zur hospizlichen Haltung und vor allem auch mit der ganz persönlichen Einstellung zur Endlichkeit befasst. Am Ende des Kurses und den gemeinsamen Erfahrungen stand für alle Teilnehmenden fest „wir wollen in die praktische Arbeit gehen und Menschen am Lebensende begleiten“.
So sind bereits einige der „Neuen“ auf der Palliativstation im DRK Krankenhaus im Einsatz, im Pflegeheim, oder in der häuslichen Betreuung und sind schon bestens in die Supervisionsgruppe integriert. Dort findet unter fachlicher Anleitung von Supervisor Michael Knorr ein Austausch mit den bereits erfahrenen Hospizbegleitenden und eine Reflexion über das Erlebte während einer Begleitung statt. (Sofern die Coronabestimmungen es zulassen…).
Der Hospizverein sagt DANKE für das großartige Engagement und die Bereitschaft unserer Hospizbegleitenden Menschen am Lebensende ihre Zeit zu schenken und DASEIN mit Leben zu füllen.
Wichtiger Hinweis: Auch in Zeiten von Corona können Begleitungen stattfinden – im Rahmen der geltenden Bestimmungen. Wir suchen mit Ihnen Lösungen im Einzelfall, bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung:
Tel.:  0175 72 84 55 4
Email: hospizverein.dasein@gmx.de

Flüsterpost e.V. – Unterstützung für Kinder krebskranker Eltern

In Zeiten von Corona können wir leider unsere Veranstaltungsreihe „ENDlich leben“ nicht durchführen, weil die Publikumsgrösse begrenzt ist. Unsere Hospizbegleitenden aber sollen weiterhin die Möglichkeit zu Fortbildung und Information haben und auch auf diesem Weg Kontakt zueinander halten können. So finden regelmäßig – unter Einhaltung der Abstands- undHygieneregeln -unsere Supervisionstreffen statt, in denen Austausch und Reflexion über die  Begleitungen möglich ist.

Anita Zimmermann
Einige Hospizbegleiterinnen beim Literaturstudium

So war vor wenigen Tagen Anita Zimmermann, Diplom Sozialpädagogin und Leiterin der Beratungsstelle „Flüsterpost“ zu Gast und informierte über die Arbeit des Vereins, mit Sitz in Mainz, der sich um Kinder krebskranker Eltern kümmert und damit auch für unserer Arbeit hier in der Region Ansprechpartner ist. „ Oft werden Kinder in Familien,  in denen ein Elternteil an Krebs erkrankt ist nicht genügend in den Blick genommen, vielleicht will man sie schonen und nicht zu sehr belasten  uns lässt sie im Ungewissen“, fasst Anita Zimmermann ihre Erfahrungen zusammen. Dabei ist es unendlich wichtig, Kinder und Jugendliche ernst zu nehmen, ihre Sorgen und Ängste zu teilen und ihnen zu helfen mit der Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen umzugehen. Flüsterpost begleitet Kinder und Jugendliche in jedem Alter, bietet in den Räumen der Beratungsstelle in Mainz und auch Hausbesuchen Hilfen an und unterstützt Familien in diesen schweren von Krankheit und Trauer geprägten Krisenzeiten. Gerade für Kinder ist wichtig, trotz diesen schweren emotionalen Belastungen neue Wege in ihr Leben zu finden und mit dem Verlust leben zu lernen. „Wir müssen den Kindern nicht immer alles sagen, was wir wissen, aber alles was wir sagen muss wahr sein“, fasst Anita Zimmermann die Haltung von Flüsterpost zusammen. Kinder ernst nehmen und einbeziehen, sie begleiten, ihre eigenen Kräfte wecken und an ihrer Seite sein.

Die Angebote von Flüsterpost sind für die Familien kostenfrei. Der Verein finanziert sich  über Spenden und Fördermittel.

Flüsterpost hat umfangreiche Materialien, Literaturlisten, und auch Fortbildungsangebote und Informationen für Erzieher*innen, Lehrkräfte, Menschen, die mit Kindern in Trauersituationen umgehen.

Flüsterpost e.V.
Luise Meitner Straße 7
55129 Mainz

Tel.: 06131 5548798
Mobil 0170 9506406 oder 0157 73832300

Info@kinder-krebskranker-Eltern.de

www.kinder-krebskranker-Eltern.de

25 Jahre Hospiz- und PaliativVerband Rheinland-Pfalz e.V.

25. Jubiläum des Hospiz- und PalliativVerband Rheinland-Pfalz e.V. in Corona-Zeiten: Für schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige unter schwierigen Bedingungen da sein

Die stark einschränkende Kontakt- und Besuchsregeln aufgrund der Corona-Pandemie haben die Arbeit der Hospizdienste in den letzten Monaten stark behindert. Davon betroffen sind auch die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen des Hospiz- und PalliativVerband Rheinland-Pfalz e.V. (HPV RLP). „Unser Jubiläum tritt in diesem Jahr natürlich in den Hintergrund – wir haben uns darauf konzentriert, die erschwerte Arbeit unser Mitgliedseinrichtungen in Rheinland-Pfalz zu unterstützen“, sagt Uwe Vilz, stellvertretender Vorsitzender des HPV RLP.

Trotz der Einschränkungen sind und waren wir in den letzten Monaten für schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen weiterhin da. Dies war nicht immer im direkten Kontakt möglich und wir haben auf E-Mails, Video-Telefonie oder die gute alte Postkarte zurückgegriffen. Oft gelang es, eine Entlastung zu erzielen, indem wir Angehörige über die genannten Kommunikationswege gestärkt haben. Wenn wir das Glück hatten und gerade anfangs schwer erhältliche Schutzkleidung bekamen, waren in seltenen Fällen auch persönliche Kontakte mit Abstand im häuslichen Umfeld oder im Freien möglich.

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind die Anfragen nach hospizlicher Begleitung und Unterstützung zurückgegangen. Das liegt insbesondere daran, dass Menschen in Pflegeeinrichtungen nicht besucht werden durften. Das bereitet uns Sorge, denn uns ist bewusst, mit welchen Ängsten und Fragen sich schwerstkranke und sterbende Menschen auseinandersetzen. Dabei wollen wir wie seit vielen Jahren ansprechbar und hilfreich sein. Die aktuelle Situation fordert uns in unserer Grundüberzeugung sehr heraus, dass niemand allein sterben muss, sondern begleitet von Mitmenschen.

Zur Unterstützung der über 2.000 Ehrenamtlichen in den Hospizeinrichtungen wurden seit dem 17. Juli 2020 durch das rheinlandpfälzische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Schutzausrüstungspakete mit Mund-Nase-Schutzmasken und Desinfektionsmittel verteilt. „Frau Ministerin Bätzing-Lichtenthäler war es wichtig, in dieser gemeinsamen Aktion mit uns ein symbolisches Dankeschön mit einem praktischen Wert zu verbinden“, so Uwe Vilz.

Auch wir profitieren von der Spende und Hospizkoordinatorin Hiltrud Regner freut sich über die Lieferung von Masken und Desinfektionsmittel, die unsere Hospizbegleitenden gut für ihren Einsatz gebrauchen können.

Unsere Ehrenamtlichen wünschen sich, die Betroffenen wieder mehr und mehr direkt begleiten zu können, sei es im eigenen Zuhause, aber auch im Krankenhaus und im Pflegeheim. Voraussetzung hierfür ist, dass im Pflegeheim und im Krankenhaus die für eine Lockerung der Kontaktbeschränkung notwendigen und damit einer Vereinsamung und Isolation der Betroffenen vorbeugenden Hygienekonzepte vorgelegt und umgesetzt werden. Die Bereitstellung von Schutzausrüstung ist dabei ein wichtiger Baustein.

Zum 25. Jubiläum des Hospiz- und PalliativVerband Rheinland-Pfalz e.V.

1995 hatten sich 7 Hospizeinrichtungen zu einer Landesarbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, um ihrer Forderung nach menschenwürdigen Sterben mehr Gehör zu verschaffen. Mittlerweile verfügt Rheinland-Pfalz über ein großes und gutes Netz an ambulanten und stationären Hospiz- und Palliativeinrichtungen, das dank des Einsatzes von nahezu 2.000 Ehrenamtlichen eine solide Basis hat. Der Hospiz- und PalliativVerband Rheinland-Pfalz e.V. (HPV RLP), wie die ehemalige LAG Hospiz heute heißt, ist die landesweite Interessenvertretung der Hospizbewegung sowie zahlreicher Hospiz- und Palliativeinrichtungen in Rheinland-Pfalz.

Daten und Fakten HPV RLP -Vilz

PM PSA Hospiz- und Palliativeinrichtungen_Presse

Mundschutze genäht, verkauft und gespendet von Birgit Genähr …

Welch eine Überraschung: 900€ auf dem Spendenkonto und eine berührende Karte von Frau Birgit Genähr aus Worms dazu… „Meine liebe Freundin  ist im März auf der Palliativstation in Alzey verstorben und wurde vorher von Ihnen liebevoll betreut. Dafür meinen herzlichen Dank! Eine Woche vor ihrem Tod kam der Lockdown und ich konnte sie nicht mehr besuchen. Ich arbeite an einer Schule und die Schließung hat mir zu Schaffen gemacht. Also musste ich etwas Sinnvolles tun. So kam ich auf die Idee, Mundschutze zu nähen und gegen  Spende abzugeben. Das hat die Nerven beruhigt und es hätte meiner Freundin gut gefallen, dass ich mich kreativ beschäftige statt rumzujammern. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft und Freude an Ihrer so wertvollen Arbeit.“

Der Hospizverein sagt Frau Genähr von Herzen DANKE und wird die Spende für die Aus- und Weiterbildung der Hospizbegleitenden verwenden.

Impressionen von der Sternenwiese

Die Beisetzungsfeier am 4. Juli 2020 fand unter dem Motto REGENBOGEN statt

  • Musikalische Begleitung: Birgit Rehse

Astrid Karwellies hat selbstgemachte Sternenbärchen als kleine Seelentröster verteilt: info@sternenbaerchen.de
Dort können weitere Bärchen kostenlos bezogen werden. Weitere Infos: www.sternenbaerchen.de

Musikalische Begleitung: Birgit Rehse

Süße Grüße zur Drehorgelmusik …

Große Freude bei den Bewohnerinnen und Bewohnern im Wörrstädter AWO Pflegeheim bereitete der Hospizverein DASEIN mit seiner heutigen Aktion: das Ehepaar Bergold aus Alzey ist auf Einladung des Vorstands im historischen Kostüm und mit der Drehorgel angereist und hat vor den Türen, in gebührendem Abstand – aber dennoch gut hörbar – musikalische Leckerbissen präsentiert. Viele konnten die Lieder aus ihrer Jugend mitsingen, schunkelten im Walzertakt auf den Balkonen und erfreuten sich an vertrauten Operettenklängen.

Unsere Koordinatorin Hiltrud Regner hat für alle BewohnerInnen einen „Schokoladengruss“ mit Kärtchen vom Hospizverein gerichtet, der dann im Haus vom Pflegepersonal verteilt wurde.

Auch die Alzeyer Pflegeeinrichtungen und das Heim in Saulheim bekommen in den nächsten Tagen Besuch von dem Paar mit der Drehorgel. Das Ehepaar Bergold, das schon oft im Alzeyer Mehrgenerationenhaus und bei verschiedenen Veranstaltungen für einen guten Zweck die Orgel gedreht hat, war sichtlich begeistert von der Idee, in Coronazeiten ein Konzert vor der Tür zu geben. „Wir freuen uns schon auf den nächsten Auftritt – die Freude, die wir vermitteln, erfreut auch uns“, stellten beide übereinstimmend fest.

Am 18. Mai war das Ehepaar Bergold für die Wohngruppe der RFK an der Gänsewiese im Einsatz und hat die BewohnerInnen erfreut. Auch die AZ berichtet darüber:

Am 19. Mai spielten Bergolds vor dem Haus Michael in Alzey, singend und schunkelnd vor einem begeisterten Publikum und am 20. Mai wurden in Saulheim vor dem Haus Gabriel Schirmchen und Drehorgel gedreht.

Der Abschluss war am 25. Mai im Haus Tabea und im daneben liegenden Haus Urban.

Der Hospizverein sagt den Ehepaar Bergold DANKE mit rhh.flüssigen Blumen und einem Rosenkörbchen. Sie haben allen viel Freude bereitet.

Ostergrüße vom Hospizverein…

„DASEIN- trotz allem. Wir denken an Sie“ steht auf den Grußkärtchen, die der Hospizverein DASEIN an Blumentöpfchen und Tulpen gebunden zu den Pflegeeinrichtungen in Alzey, Wörrstadt und Saulheim, sowie die geriatrische Station im DRK Krankenhaus brachte. „Wir wollen den Menschen, die jetzt keinen Besuch haben können, einen kleinen Blumengruss zu Ostern bringen und sie wissen lassen, dass wir an sie denken“, fasst der Vorstand die Idee zusammen. So trafen sich einige Hospizbegleitende, luden Paletten mit Hornveilchen in ihre Autos und brachten sie an die Türen der jeweiligen Pflegeeinrichtungen. Die Übergabe an das Personal erfolgte in gebührendem Abstand, die Freude aber war bei allen auch über die Distanz und hinter den Masken zu sehen…

  • Tulpen für das DRK-Krankenhaus, geriatrische Abteilung